Erratum: Zertifizierung und Zentrenbildung aus der Sicht der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV)

2017-07-25T13:39:26Z (GMT) by Jost J.O.
Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) hat zur Verbesserung der Qualität in den chirurgischen Abteilungen ein Zertifizierungssystem entwickelt. Kennzeichen dieses Systems ist die Darstellung umschriebener chirurgischer Bereiche, die mit einer überschaubaren Anzahl von Items (<50) charakterisiert werden können. Es sind Zertifizierungsstufen mit unterschiedlichen Anforderungen geschaffen worden: Kompetenz-, Referenz- und Exzellenzzentren. Am Kompetenzzentrum kann der Patient sicher sein, dass er eine leitliniengerechte Behandlung in überprüften Strukturen und Prozessen erhält. Referenzzentren verfügen darüber hinaus über Kompetenzen in Weiter- und Fortbildung sowie in wissenschaftlichen Aktivitäten durch Teilnahme an Studien. Exzellenzzentren stellen in jeder Hinsicht die führenden Institutionen in Deutschland dar. Ein Zertifikat hat eine Gültigkeit von 3 Jahren und muss dann durch eine Rezertifizierung mit Audit erneuert werden. Bei der Erstzertifizierung werden die Strukturen und Prozesse der Abteilungen überprüft. Eine Rezertifizierung ist nur möglich, wenn Daten zur Ergebnisqualität vorgelegt werden können. Der Zertifizierungsprozess wird auf der Grundlage der DIN ISO 17021 von der SAVC GmbH, Berlin, vorgenommen. Nach dem System der DGAV sind von sieben Arbeitsgemeinschaften Zertifizierungskriterien entwickelt worden. Inzwischen konnten Zertifikate an insgesamt 230 chirurgische Abteilungen vergeben werden. 10,9% der Anträge mussten abgelehnt werden.