Supplementary Material for: Frühwarnsymptome und Copingstrategien bei Patienten mit bipolaren Störungen

<i>Hintergrund: </i>Das Ziel dieser Arbeit war die Sammlung von Items und die Entwicklung von Kategorien, um kognitiv verfügbare Prodromalsymptome und Copingstrategien bei bipolar affektiven Störungen zu erfassen. Die praktischen Vorteile eines solchen Instrumentes sind die bessere Einschätzbarkeit der Kenntnisse und Fertigkeiten von Patienten, um eine sich ankündigende Episode frühzeitig zu erkennen und adäquate Copingstrategien zu entwickeln, sowie die Verlaufskontrolle (Treatment measurement). <i>Patienten und Methode: </i>94 Patienten mit der ICD-10-Diagnose einer bipolar affektiven Störung, die an einer Studie zu kognitiver Psychoedukation bei bipolarer Störung als Zusatz zu einer laufenden Phasenprophylaxe teilgenommen hatten, wurden mit einem Interview aus vier Modulen befragt. Alle berichteten Frühwarnsymptome und Copingstrategien bei Manie und Depression wurden als Items erfasst, aus denen anschließend Kategorien gebildet wurden. Dieser Vorgang wurde durch 2 Untersucher evaluiert. <i>Ergebnis: </i>Die Interrater-Reliabilität der Klassifikation von Kategorien als Vorstufe für die Entwicklung eines Fragebogens war sehr gut (Kappa-Werte zwischen 0,66 und 1,00). Es konnten Marker-Items für alle vier Bereiche (Frühwarnsymptome für Manie / Depression, Copingstrategien bei Manie / Depression) identifiziert werden. <i>Schlussfolgerungen: </i>Die gefundenen Items und Kategorien können die Basis für die Entwicklung eines Fragebogens sein, um die Vorher-Nachher-Einschätzung von Frühwarnsymptomen und Copingstrategien als Teil einer kognitiv-psychoedukativen Intervention zu evaluieren.